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Laufende For­schungs­pro­jekte

Wiedersehen mit Heidi / Re-reading Heidi. Polyperspektivische Lektüren der Heidi-Romane von Johanna Spyri

Lehr-, Lern- und Publikationsprojekt 2021/22

Drei Berge mit schneebedeckten Gipfeln in einem blau-weißen Kreis, der größte Berg ist in der Mitte von zwei kleinen Bergen © CC0

Mit ihrem Roman „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ (1880) und der Fort­set­zung „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“ (1881) konnte Johanna Spyri (1827–1901) einen großen Erfolg landen. Seither wurden die Heidi-Romane in ca. 50 Sprachen übersetzt. Sie gehören – wie sonst nur die Werke von Astrid Lindgren – zum west­lichen Kanon der populären Kin­der- und Jugendliteratur. Zahlreiche Transformationen in Medienformate wie Spielfilm, TV-Serie/Anime, Comic und Audiobook folgten.

Internationale und in­ter­dis­zi­pli­nä­re Tagung am 16./17. Sep­tem­ber 2021 (di­gi­tal)

Nachdem sich im Som­mer­se­mes­ter 2021 die in­ter­dis­zi­pli­nä­re Ringvorlesung „Wiedersehen mit Heidi“ bereits den  Romanen unter ver­schie­de­nen Gesichtspunkten aus der Diversitätsforschung angenähert hatte, wer­den die Beiträge der inter­natio­nalen Wis­sen­schaft­ler*in­nen im Zuge der Tagung weiter vertieft und diskutiert.

Pro­gramm der Heidi-Tagung (PDF-Download)

Don­ners­tag, 16.09.2021

13:30-14:00 h – Begrüßung durch die Veranstalterinnen und Eröffnung durch die Prorektorin For­schung der TU Dort­mund Prof. Dr. Nele McElvany

14:00-15:00 h – Eröffnungsvortrag
Martina Wernli (Mainz) & Christine Lötscher (Zürich): Kanonisierungsprozesse und Genremodalitäten: „Heidi“ im Kontext von Johanna Spyris Werk

15 min – Pause

15:15-16:45 h – Di­ver­si­tät, Hybridität und Intersektionalität

Moderation: Cornelia Bartsch

Christine Künzel (Dort­mund/Hamburg): „Das Heidi“ als Figur des Dritten

  • Response von: Victoria Gutsche

Eva Blome (Hamburg): Zwischen Alp und Alphabetisierung – Spyris Heidi als transclasse-Figur

  • Response von: Christine Künzel

Nele McElvany & Chantal Lepper (Dort­mund): Wiedersehen mit Heidi/Re-reading Heidi. Di­ver­si­tät in der schulischen Bil­dung gestern und heute

  • Response von: Eva Blome

Cosima Nellen, Alexander Röhm, Michélle Möhring & Matthias R. Hastall (Dort­mund): Re-reading Heidi: Eine Betrachtung von Diversitätsmerkmalen aus Sicht der Anti-Stigma-Kommunikationsforschung

  • Response von: Nele Julius-McElvany & Chantal Lepper

Victoria Gutsche (Erlangen/Berlin): Das kranke Töchterlein. Be­hin­derung und Krank­heit in den Heidi-Romanen Johanna Spyris

  • Response von: Cosima Nellen, Alexander Röhm, Michélle Möhring & Matthias R. Hastall

15 min Pause

17:00-18:30 h – Temporalität, Spatialität und Korporalität

Moderation: Linda Leskau

Anna Gisbertz (Dort­mund/Mannheim): Sitzen – Gehen. Bewegungsmuster junger Frauen in Heidis Lehr- und Wanderjahre (1880/81)

  • Response von: Alexandra Tischel

Alexandra Tischel (Stuttgart): Heidis Tiere – Johanna Spyris Romane aus Sicht der Animal Studies und des Ecocriticism

  • Response von: Sigrid Nieberle

Heidi Schlipphacke (Chicago): Zur Temporalität von Bil­dung: Traumatisierte Männerseelen und das queere Prinzip Heidi in Johanna Spyris Heidi-Romanen

  • Response von: Cornelia Bartsch

Sigrid Nieberle (Dort­mund): Gipfelklänge. Soundscapes in den Heidi-Romanen Johanna Spyris

  • Response von: Heidi Schlipphacke

Cornelia Bartsch (Dort­mund): Heidis Soundtracks – zwischen narrativer Instanz und „eigenwilligem Echo“

  • Response von: Anna Gisbertz

 

Freitag, 17.09.2021

13:00-14:45 h – Kom­mu­ni­ka­ti­on, Me­di­en, Trans­for­ma­tion und Fortschreibung

Moderation: Florian Moritz

Barbara Mertins (Dort­mund): Mökke essen – das tut nicht nur dem Großvater gut. Dialekte und sprachliche Varietäten im Spiegel der Mehr­spra­chig­keit

  • Response von: Karin Baumgartner

Gudrun Marci-Boehncke, Hanna Höfer-Lück, Esther Weber & Lisa Hannich (Dort­mund): Zur fachdidaktischen Relevanz empirischer digitaler Medienforschung im Germanistik-Stu­di­um am Bei­spiel von „Heidis Medienwelt“

  • Response von: Marina Rauchenbacher

Tanja Nusser (Cincinnati): Heidi lebt: „To be sure, she was no longer the little girl of yesterday”: Die Heidi-Romane des Johanna Spyri Übersetzers Charles Tritten

  • Response von: Barbara Mertins

Karin Baumgartner (Utah): Heidi lebt weiter: Der Alpendiskurs in der Schweizer Literatur

  • Response von: Gudrun Marci-Boehncke, Hanna Höfer-Lück, Esther Weber & Lisa Hannich

Melanie Unseld (Wien): S'Dirndl und s'Dudln. Alpenländisches im Wienerlied

  • Response von: Linda Leskau

Agnes Bidmon (Erlangen): Von der schönen Seele zum Tomboy? Mediale und historische Transformationen der Heidi-Figur

  • Response von: Tanja Nusser

Marina Rauchenbacher (Wien): Verborgen : Im Zen­trum : Dazwischen. Körper, Dis_ability, Krank­heit in Heidi-Comics – am Bei­spiel Klara

  • Response von: Agnes Bidmon

14:45-15:15 h – Abschlussdiskussion und Verabschiedung

Moderation: Sigrid Nieberle & Linda Leskau

Bitte beachten Sie, dass es sich um eine responsionsgestützte Tagung handelt, bei der die Vorträge vorab eingereicht wer­den. In­te­res­sier­te sind herzlich willkommen! An­mel­dung­en hierzu bitte an: Tamara Dittrich

 

Pro­gramm der di­gi­ta­len Ringvorlesung im Som­mer­se­mes­ter 2021

PDF-Download des Pro­gramms

Die Vorlesung „Wiedersehen mit Heidi“ nähert sich dem Roman unter in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Gesichtspunkten aus der Diversitätsforschung. Die Beiträge internationaler Wis­sen­schaft­ler*in­nen unter­zie­hen den Roman und seine Fort­set­zung einer ak­tu­a­li­siert­en und polyperspektivi­schen Lektüre, um so seiner hohen Konnektivität und großen Popularität auf die Spur zu kom­men. Im Zen­trum der Beiträge stehen wich­ti­ge Diversitätsdimensionen wie Alter, Be­hin­derung, Nation, Ge­schlecht, Ethnie und soziales Milieu. Auch wei­tere Differenzen geraten in den Blick, z.B. bildungsbiographische Un­ter­schie­de zwischen der von Armut gezeichneten länd­li­chen Bevölkerung und dem urbanen, gut situierten Bürgertum. Überdies ist die Mehr­sprachigkeit in diesem Text ein auffälliges Distinktionsmerkmal. Aufmerksamkeit kommt ins­be­son­de­re den medialen Transformationen des Heidi-Stoffs im globalen Vertriebskontext zu, vom Volkslied über den Spielfilm zur Manga-Serie.

Screencasts dienstags ab 12 Uhr, di­gi­ta­le Dis­kus­si­on in Zoom jeweils von 13-14 h s.t.

In­te­res­sier­te sind herzlich willkommen!
Bitte melden Sie sich zur Vorlesung auf der Platt­form Moodle intern in LSF oder extern per E-Mail an: diversitaet.fk15tu-dortmundde

13.04.2021
Linda Leskau & Sigrid Nieberle (Dort­mund): Zur Einführung: Auf Wiedersehen

20.04.2021
Nele McElvany & Chantal Lepper (Dort­mund): Wiedersehen mit Heidi/Re-Reading Heidi – Di­ver­si­tät in der schulischen Bil­dung gestern und heute

Claudia Gärtner (Dort­mund): Religion und religiöse Bil­dung in den Heidi-Romanen

27.04.2021
Barbara Mertins & Team (Dort­mund): Mökke essen – das tut nicht nur dem Großvater gut. Dialekte und sprachliche Varietäten im Spiegel der Mehr­spra­chig­keit

04.05.2021
Victoria Gutsche (Erlangen/Berlin): Das kranke Töchterlein. Be­hin­derung und kör­per­li­che Differenz in den Heidi-Romanen Johanna Spyris

Marina Rauchenbacher (Wien): Verborgen : Im Zen­trum : Dazwischen. Kranke Körper in Heidi-Comics

11.05.2021
Agnes Bidmon (Erlangen): Von der schönen Seele zum Tomboy? Mediale und historische Transformationen der Heidi-Figur

Christine Künzel (Dort­mund/Hamburg): ‚Das Heidi‘ als Figur des Dritten

18.05.2021
Anna Gisbertz (Dort­mund/Mannheim): Sitzen – Gehen. Bewegungsformen und weibliches Freiheitsbegehren in Heidis Lehr- und Wanderjahre (1880/81)

01.06.2021
Irina Gradinari (Hagen): Heidi und der ‚Ursprung‘ des Weiblichen: Mythos, Genre und Stereotypie

Eva Blome (Hamburg): Zwischen Alp und Alphabetisierung – Spyris Heidi als transclasse-Figur

08.06.2021
Alexandra Tischel (Stuttgart): Heidis Tiere – Johanna Spyris Romane aus Sicht der Animal Studies und des Ecocriticism

15.06.2021
Karin Baumgartner (Utah): Alpendiskurse in der Schweizer Literatur

Melanie Unseld (Wien): S’Dirndl und s’Dudeln – das Alpenländische im Wienerlied. Eine Annäherung

22.06.2021
Matthias Hastall, Cosima Nellen, Alexander Röhm & Michélle Möhring (Dort­mund): Re-Reading Heidi: Eine Betrachtung von Diversitätsmerkmalen aus Sicht der Anti-Stigma-Kommunikationsforschung

Gudrun Marci-Boehncke & Hanna Höfer-Lück (Dort­mund): Heidis Medienwelt

29.06.2021
Sigrid Nieberle (Dort­mund): Gipfelklänge. Soundscapes in den Heidi-Romanen Johanna Spyris

Cornelia Bartsch (Dort­mund): Heidis Soundtracks – zur Musik von Heidi-Filmen

06.07.2021
Tanja Nusser (Cincinnati): Heidi lebt: “To be sure, she was no longer the little girl of yesterday…” Die Heidi Romane des Johanna Spyri-Übersetzers Charles Tritten

Franziska Bergmann (Trier/Oxford): René Polleschs Heidi Hoh arbeitet hier nicht mehr und die Kritik spätkapitalistischer Geschlechterverhältnisse

13.07.2021
Heidi Schlipphacke (Chicago): Traumatisierte Männerseelen und das Prinzip Heidi in Johanna Spyris Heidi-Romanen

20.07.2021
Abschlussdiskussion

Veranstalterinnen

Pro­fes­sur für neuere und neueste deutsche Literatur mit dem Schwer­punkt Gender und Di­ver­si­tät
Dr. Linda Leskau & Prof. Dr. Sigrid Nieberle

Kalender

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Mensapläne

Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.